Überleitungspflege

Wer nach einer schweren Erkrankung oder nach einer Operation aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist oft noch nicht in der Lage, sich um sich selbst und den eigenen Haushalt zu kümmern. Ähnlich ist die Situation, wenn sich eine bestehende Krankheit akut verschlimmert.

Wer dann keine Hilfe durch Familienangehörige oder Freunde erhalten kann, muss sich nicht selbst und die eigene Wohnung verwahrlosen lassen. Solche Patienten können auf die Überleitungspflege zurückgreifen.

Leistungen der Überleitungspflege

Die Überleitungspflege stellt ab dem Tag der Entlassung die Grundpflege in Bezug auf Körperpflege, Mobilität und Ernährung in den eigenen vier Wänden sicher.

Gleichzeitig wird die hauswirtschaftliche Betreuung übernommen, so dass Aufgaben wie Einkauf, Wohnungsreinigung oder Mahlzeitenzubereitung durch professionelle Helfer finanziert werden können.

Bei der Überleitungspflege wird in folgenden Bereichen Hilfestellung übernommen:

  • Körperhygiene
  • Nahrungsaufnahme
  • Mobilität innerhalb des Wohnbereiches
  • Einkaufen
  • Zubereiten von Mahlzeiten
  • Reinigung der Wohnung
  • Wäsche waschen

Finanzierung Überleitungspflege

Nach Krankenhausaufenthalt oder Reha besteht für alle Krankenversicherten laut §37 SGB V ein Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung .  Das bedeutet, dass die Krankenkasse diese Leistungen finanziert. Als Höchstdauer sind vier Wochen je Kalenderjahr festgelegt. Unter bestimmten Voraussetzungen (zum Beispiel Kind unter 13 Jahren im Haushalt) kann die Überleitungspflege auf bis zu 26 Wochen ausgedehnt werden.

Eine Ausnahme bei der Kostenübernahme liegt vor, wenn der Patient bereits einen Pflegegrad höher als 1 hat. Dann wird die Überleitungspflege über die zuständige Pflegekasse abgerechnet.